Café Lottaleben

Wie bist du zum Café Lottaleben gekommen?


Seit vielen Jahren war es immer mein Plan/Traum irgendwann ein eigenes Café zu betreiben. Ich habe lange in der Gastronomie gearbeitet und wollte mein eigenes Konzept umsetzten.  Am liebsten wollte ich alles komplett neu aufbauen …und hatte meine eigene, ganz genaue Vorstellung wie das ganze aussehen soll. Ich liebe gutes Essen und guten Kaffee und ich wusste immer, dass genau sowas in Merzig fehlt. Dann habe ich den kleinen leerstehenden Laden am Kirschplatz gefunden und den Besitzer des Hauses ausfindig gemacht. Und so kam eins zum anderen. Wir haben lange renoviert viel Papierkram erledigt, Genehmigungen beantragt, Kurse gemacht und dann schließlich im Mai 2018 das Café Lottaleben eröffnet.


Was hast du davor gemacht?


Mit 16 Jahren habe ich angefangen neben der Schule in einem kleinen Bistro zu jobben und seitdem hat mich die Gastronomie nicht mehr losgelassen. Nach dem Abitur habe ich Innenarchitektur in Trier studiert und mit dem fotografieren angefangen, meiner zweiten Leidenschaft. Nach dem Studium habe ich bei Ikea gearbeitet und diverse Marketingjobs für verschiedenen Firmen übernommen und mich als Fotografin selbständig gemacht.


In deiner Brust schlagen zwei Herzen siehst du dich eher als Fotografin oder als Café Besitzerin?


Ich finde es perfekt, dass ich die Möglichkeit habe beide Jobs und somit beides wofür mein Herz schlägt ausüben zu können. Ich liebe es unter Menschen zu sein, neue Leute kennenzulernen und mich ständig neu zu entwickeln. Außerdem genieße ich es, dass ich mich in beiden Berufen kreativ ausleben kann. So fehlt im Café aber oft die Ruhe und die Zeit. In der Fotografie ist das anders. Da konzentriert man sich anders auf die Sache und ist nicht in Hektik oder im Stress. Natürlich ist es oft schwierig zeitlich beides unter einen Hut zu bringen, jedoch würde ich nichts von Beidem aufgeben wollen.


Wie gehst du mit der aktuellen Krise um und was hat sich für dich dadurch geändert?


Als das alles angefangen hat, hatte ich richtige Existenzängste. Sowas kannte ich vorher gar nicht, weil man es normalerweise ja immer auch selbst in der Hand hat. Ich habe mir dann wirklich überlegt, dass Café zu schließen, weil ich nicht wusste wie ich im Falle einer Schließung meine Kosten decken soll. Auch mit der Fotografie war ja dann Pause, da ich hauptsächlich Hochzeiten fotografiere, die ja dann alle ausfallen sollten. Aber als dann wirklich alles und jeder seinen Laden schließen musste, ich mich informiert hatte was ich für Hilfe bekommen kann und meine Freunde, mein Freund und meine Familie mich mental unterstützten dachte ich mir, dass ich so schnell nicht aufgeben möchte und dass ich, dass schon wieder hinbekommen würde. Seit wir wieder geöffnet haben ist das Café den ganzen Tag voll. Wir haben eine neue Frühstückskarte und machen jetzt statt bis 12 immer bis 13 Uhr Frühstück, was viele auch in ihrer Mittagspause zu uns lockt. Ich bin wirklich froh, dass wir so tolle Kunden und Stammkunden haben die uns jeden Tag unterstützen. Natürlich haben wir drinnen jetzt weniger Tische, da die Abstandsregelungen eingehalten werden müssen, aber dafür haben wir unsere Terrasse erweitert.


Wie kann man deine Arbeit momentan unterstützen?


Unterstützen kann man uns, indem man zum Frühstücken oder zum Kaffeetrinken zu uns kommt. Wir freuen uns ausserdem, wenn wir kleine Feiern ausrichten dürfen. (bis max. 22 Personen drinnen). Außerdem kann man bei uns verschiedene Kaffeebohnen aus direktem Handel kaufen, sowie Kaffeezubehör. Wir freuen uns auch riesig, wenn die Leute freundlich und gut gelaunt sind, das unterstützt uns momentan in dieser stressigen Zeit fast am meisten.